Die Entstehung meiner Liebe

"Da könnte ich ein Buch drüber schreiben."

Wie oft haben wir diesen Satz gesagt, gedacht oder gehört? Das Leben schreibt die besten Geschichten und die Gründe nach diesem Wunsch sind unterschiedlich. Wir wollen uns mitteilen, eine Botschaft senden, etwas in der Welt bewegen, uns entfalten, anderen helfen, unterhalten, Freude bringen, Wissenschaften verbreiten, neue Ansätze kreieren, kreativ sein, Spaß bringen und so weiter.

 

Doch wer setzt es in die Tat um, und wie fange ich an? Über was will ich schreiben, interessiert das Jemanden? Wie hoch ist die Relevanz? Schreibe ich es für mich oder möchte ich damit Geld verdienen? Bin ich engagiert genug, mein Ziel zu erreichen? Habe ich die Muße, das Knowhow, helfende Hände, den Ehrgeiz, die Zeit und das Durchhaltevermögen?

Ich sattele das Pferd gerne von hinten auf!

Nicht die beste und keinesfalls die zeitsparendste Variante, aber das ist mein Weg, der mich zum Ziel führte.

 

 

 Das A am Anfang

Warum Single? Alle gängigen Bücher zu der Thematik, die mir bis dahin in die Hände fielen, mir dort eine Antwort, Rat oder Hilfe zu holen, brachten mich nicht weiter. Sie waren aufschlussreich,  aber ich war noch immer alleine. Hatte ich etwa eine Persönlichkeitsstörung? Also las ich Themen über Beziehungssucht, Bindungsängste und rannte zum Therapeuten, den ich ab der dritten Sitzung selbst therapierte und nach der fünften nicht mehr hinging, weil die Krankenkasse mich nicht dafür bezahlte. Mir gingen die Lektüren aus und die Lösung rückte in weite Ferne. In den Ratgebern fehlte mir etwas. Was es war, konnte ich damals noch nicht sagen. Ich wusste nur, dass ich nach dem Warum suchen wollte, nicht für Andere, sondern für mich. Gab es eine Antwort auf die Frage? Woran konnte es liegen, dass wunderbare Menschen keinen Partner hatten, und das sogar auf Dauer? Ich brachte meine ersten Gedanken zu Papier. Ganz altmodisch mit Block und Stift. Meine Sätze wurden länger, die Gründe vielfältiger und die Blätter voller. Bevor ich meine Zeit stundenlang mit abtippen verbrachte, erläuterte ich meine weiteren Texte digital. Meine Gedanken materialisierten sich. "Vielleicht wird es sogar eine kleine Broschüre, vielleicht kann man sie sogar veröffentlichen", dachte ich.

 

Struktur und Aufbau

Ich hatte weder das eine noch das andere. Aber ich hatte den Ehrgeiz, ein Buch zu schreiben und das große Glück, dass meine Puzzle-Teile immer zu einem einzigen Bild gehörten und ich sie auch im Nachhinein zusammensetzen konnte. Ich fieng eben nicht mit den Ecken an, sondern unkonventionell in der Mitte und arbeitete mich nach außen vor. Normalerweise ist es ratsam, sich vorab einen Plan oder sogar ein Exposé zu erstellen, Charaktere zu bilden, Wende- und Höhepunkte festzulegen. Da ich aus dem Leben schrieb und meine Persönlichkeit auf dem Präsentierteller servierte, war die Standardlösung für mich undenkbar. Ich wusste nicht, was ich schrieb, erst als ich es schrieb. Ich kannte vorab keinen Anfang, keine Veränderungen und erst recht kein Ende. Mein Buch lebte mit mir einen Teil meiner Geschichte, und ich war heiß darauf, sie kennen zu lernen.

 

Nach meiner Arbeit konnte ich es nicht erwarten, schnell genug nach Hause zu kommen, um mich an meinen Laptop zu schmeißen. Ich vergaß oftmals zu essen, zu trinken und zu schlafen. Ich tippte täglich zwei bis zwölf Stunden an meiner Herzensangelegenheit, war regelrecht süchtig zu schreiben und gönnte mir selten Freizeit. Nachdem meine Broschüre sich offensichtlich zum Buch ausweitete, setzte ich mir das Ziel von 220 bis 280 Seiten, aber es sollten mindestens 180 werden.  Wenn es nicht mehr waren, waren es nicht mehr. Schließlich wollte ich nichts schreiben, um lediglich Seiten zu füllen. Erst, oder schon nach sechs Monaten waren aus meinen Worten auf etwa 260 Seiten ein Buch entstanden. Ich erzählte Freunden von meinem Projekt, die mich mit meinem Vorhaben unterstützen. Meine niedergeschriebenen Texte waren für mich zu etwas ganz Besonderem geworden und ich hatte den Wunsch, wenigstens einen anderen Menschen damit begeistern oder sogar helfen zu können. Ich schrieb nicht mehr nur für mich, sondern für mich plus eins.

 

Intention

In der Mitte des Buches überkam mich der Drang, nicht nur über das Leben als Single mit all seinen Vor- und Nachteilen, Konsequenzen, Abenteuern, Schubladendenken und Lebensphilosophien zu schreiben, sondern mir das Image anzusehen. Spätestens, wenn uns Bekannte darauf hinweisen, dass wir verzweifelt, frustriert und suizidgefährdet sein müssen, entsteht die Frage, welches Meinungsbild der Single in der Gesellschaft verkörpert. Single und trotzdem glücklich? Für viele eine nicht zu vereinbarende Kombination, also versuchte ich, mit meinem Video „Single-make your life“ und „Tag des Singles“ eine Botschaft zu setzen, die voll nach hinten los ging und schilderte meine Erlebnisse. Welt verbessern und Weltfrieden setzte ich anschließend nochmal nach hinten auf meiner Agenda. Ich blieb authentisch und Scheitern gehört im Leben dazu. Ich konzentrierte mich wieder auf den wesentlichen Punkt „an den Mann zu gelangen“ und experimentierte mich durch Plattformen und Single-Events, bis sich einige Dinge, fast unmerklich, in meinem Leben veränderten. Wirklich ersichtlich wurde mir das erst, als ich begann mein Werk zu überarbeiten.

 

Überarbeitung

Fünfmal hatte ich das komplette Buch überarbeitet. Ich korrigierte Verständlichkeit, Rechtschreibfehler und Grammatik, soweit mein laienhaftes Wissen aus der Schulzeit dazu ausreichte. Ich änderte alles auf Normseite ab, von der ich zuvor noch nie etwas gehört hatte. Auch Umbrüche nicht mit "Enter", sondern über das Seitenlayout zu formatieren, war mir bis dato fremd. Einfacher wäre es gewesen, schon von Beginn an mit dieser Darstellung zu arbeiten. Meine Kapitel waren komplett zusammenhangslos, obwohl sie real gelebt wurden. Innerhalb von zwölf Stunden bildete ich ein Grundgerüst an Struktur und zog meinen roten Faden durch das Buch. Da mir ein Ratgeber nicht reichte, offenbarte ich meine Erfahrungen mit den daraus resultierenden Schlussfolgerungen. Das war es, was mir in den anderen Büchern fehlte - der persönliche Bezug. Ich wusste nie, ob es nur eine Theorie oder gelebte Inhalte waren, und ich hatte den Wunsch, in meiner Situation verstanden zu werden. Und das war es, das ich weiter geben konnte und wollte. Allerdings stellte mich das vor eine neue Herausforderung den Verlag betreffend. Eine Kategorie, die ein Sachbuch mit einem Ratgeber kreuzte, gab es nicht. Es fehlte eine eindeutige Klassifizierung, um es bei Buchhändlern einzuordnen. Sollte ich es tatsächlich neu verfassen? Dann wäre es nicht mehr das, was es ist, und ich entschied mich bewusst dagegen. Ich wollte Hoffnung schenken, aber wie, wenn der Autor diese oftmals selbst verloren hatte? Manche, der über 60.000 Wörter, erschreckten mich. Meine Erstversion war an einigen Stellen voller Wut, und ich war entsetzt wie viel Schmerz im Verborgenen in mir schlummerte. Ich schaute ihn mir an, durchlebte alte, unterdrückte Emotionen und bereinigte die Zeilen und meine Vergangenheit. Mein Buch hatte sich veränderte und ich hatte mich mit meinem Buch verändert. Es hatte einen Menschen zu einem glücklicheren Leben geführt - mich. Und vielleicht bist Du die Plus eins.

 

Verlag  oder Selbstverlag

"Hast du schon einen Verlag?" Eine der ersten Fragen, die mir von anderen entgegen schmetterte. Ich hatte nicht mal ein fertig geschriebenes Buch und wollte mich nicht mit ungelegten Eiern beschäftigen. Mein Hirnschmalz und die Kapazitäten waren ohnehin aufgebraucht mit der Intensität des Schreibens. Mein Vollzeitjob ließ mir kaum Zeit. Ich konnte es nicht erwarten nach Hause zu kommen und schrieb jeden Abend bis Mitternacht oder sogar bis morgens um zwei. Die Frage nach einem Verlag stellte ich mir erst kurz bevor ich die Rohversion beendete. Ich recherchierte über die Vor- und Nachteile beider Varianten. An Geld verdienen war weder bei der einen noch bei der anderen Möglichkeit, mit aussichtsfähiger Kapitalanlage, zu denken. Dann musste es schon ein Bestseller werden. "Also schreibe ich eben einen Bestseller", sponn mir der bescheidene Gedanke in den Sinn. Diesen verwarf ich schnell wieder, als ich mich über die Verkaufszahlen von Bestsellern erkundigte und auf den Boden der Tatsachen zurück kehrte.   Dann eben "ich plus eins". (Einschub vom 01.09.2017: Mein Buch 100 miese Dates und die Suche nach der Liebe wurde ein Monat nach der Veröffentlichung zum Bestseller im Selbstverlag!)

 

Ein Verlag hat den Vorteil, dass er die Covergestaltung, Lektorat, Marketing und Distribution übernimmt und für den Autor  keine Kosten entstehen. Der Nachteil ist, dass man seine Rechte komplett abgibt, keinen Einfluss mehr auf Auflagen oder inhaltliche Eingriffe hat. Das Baby wird zur Adoption freigegeben, erreicht vermutlich eine höhere Publikation und man erntet ein paar Tantiemen. Im Selbstdruck haben wir vollen Einfluss auf Inhalt, Marketing, Gestaltung und Vertrieb. Möchte man nicht selbst zu Hause Bücher einlagern und Briefmarken für den Versand ablecken, sondern on demand liefern, verdient man wiederrum fast nichts. Zusätzlich entstehen weitere Kosten für den Lektor, das Cover, die Gestaltung und rechtliche Angelegenheiten. Ich kannte die Begebenheiten und konzentrierte mich  auf den nächsten Schritt, der mir meine Entscheidung erleichtern sollte. Wenn mich kein Verlag wollte, gab es nur die Wahl, es selbst zu verbreiten. Ein Versuch war es wert, aber als Erstautor eine schwierige Angelegenheit, Ich arbeitete mich durch die Anforderungen eines Exposés, schrieb einen Pitch, eine Zusammenfassung, erläuterte Wendepunkte, Charaktere und schrieb einige Zeilen zu meiner Person. Ich bewarb mich lediglich bei Zweien. Einer davon, wollte bereits am nächsten Tag mein Manuskript lesen. Mein Schreibstil und Thematik begeisterte ihn. Dann hieß es drei Monate Wartezeit, bevor es einen Vertragspartner oder weitere Investitionen zum eigenen Buch geben sollte.

 

Das Resumee: kein Direktvertrag! Der begeisterte Mensch des Verlags hatte es nicht weiter als bis zum Exposé und der Leseprobe geschafft. Er gab zu, das Manuskript nie komplett gelesen zu haben. Interessanterweise erläuterte er mir  bei seiner Absage ausführlichst (über eine Seite lang) seine negativen Erfahrungen mit Frauen. Mein Buch polarisierte!

Ein Kompliment, denn es hatte ihn erreicht, was ich zu sagen hatte! Kurz darauf fand ich für mich einen Agenten, der mich bei meinen Veröffentlichungen unterstützt.

 

Und ehe ich mich versah, schrieb ich neben Artikeln, Youtube Videos und Live-Auftritten das zweite Buch "Ruf doch mal an, Mann! Mysterium Kommunikation". Ich begann mein Arbeitsbuch zum Aufbau des Selbstwertgefühls, Gelassenheit gewinnen und einen Ratgeber über die Liebe. Als Single-Expertin coache ich seither SIngles, die aus den alten Mustern raus wollen, sich nach einer glücklichen Partnerschaft sehnen und Beziehungen, in denen es kriselt, um wieder frischen Wind rein zu bringen oder begleite den Absprung und Neuanfang.

 

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