Ich habe Schluss gemacht!

Natürlich bin ich traurig, denn ich liebe ihn immer noch! Aber so konnte es nicht weiter gehen. Er versteht mich einfach nicht, unsere Kommunikation war am Ende. Wir haben uns nur noch gestritten, gegenseitige Vorwürfe! Aus Wut und Enttäuschung wurden Dinge gesagt, die man hätte niemals sagen sollen. Menschen waren verletzt, weil irgendwann alles nur noch zu viel wurde. Das Fass war voll und lief plötzlich über wie ein reißender Fluss.

 

Mein Freund hieß „Otto“. Er war recht  unscheinbar, aber irgendwann mochte ich ihn mehr als mir lieb war. Ich verliebte mich Hals über Kopf in sein Kleidungsstück, dass er mir präsentierte. Hin und her gerissen, ob ich ihn nun wollte oder nicht. Außerdem hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nebenbei noch was mit „Zara“ am Laufen hatte. Aber Monogamie wurde ja ohnehin schon von vielen in Frage gestellt und ich ließ mich auf die Beziehung ein. Irgendwann wusste er alles von mir, mein Geburtstag, den er nie vergaß, meine Vorlieben und wo ich wohnte. Als ob er eine Datenbank hätte.

 

Mein Schatz war die meiste Zeit bei mir, überraschte mich immer wieder mit kleinen Überraschungen und Rabattaktionen. Er wusste genau, was mir gefiel. Manchmal wurde es mir zwar zu viel, aber er meinte es nur gut mit mir. Und dann passierte es! Unsere Beziehung knackste. Ich fand heraus, dass er noch andere Frauen neben mir hatte, aber das störte mich nicht einmal, denn ich hatte Zara nie ganz aufgegeben und neben ihm noch „Ralph Lauren“, „Calvin Klein“, „Tommy Hilfiger“ und „Tom Tailer“ am Start. Außerdem hin und wieder eine Affäre mit „Boss“. Ich wusste nicht, dass die sich sogar alle untereinander kannten. Auf den Schock brauchte ich erstmal „Scotch und Soda“, obwohl mir ein „Juicy“ besser getan hätte. Mein bester Freund „Michael Kors“ tröstete mich. Er war so ein „Liebeskind“.

 

„Otto“ schickte mir seinen Freund „S.Oliver“, um mit ihm ein bisschen Spaß zu haben. Vielleicht moralisch bedenklich bei dem ganzen Männer-Konsum, aber wir führten eben eine offene Beziehung, konnten uns nicht entscheiden und sammelten und aussortierten die Menschen um uns herum wie Kleidersäcke. „S.Oliver“ kannst du bei deinem Nachbar „Gerry Weber“ abholen. Ich hatte keinen Nachbar, der so hieß. Da wohnte nur „Hugo“, „Guido Maria“ und Frau „La Martina“.

 

„Wo soll denn der Nachbar sein?“, ärgerte ich mich. Dann redete „Otto“ nicht mehr mit mir, no „Replay“ und fragte mich irgendwann, wie mein Abenteuer mit „S.Oliver“ war? Er hatte mir nicht mal zugehört! Meine Wünsche und Bedürfnisse waren ihm vollkommen egal, dämmerte es mir plötzlich. War unsere Beziehung nur eine Fassade, um in mein Schlafzimmer zu kommen und mir an die Wäsche zu gehen? Sein „Esprit“ hatte er damit verschossen! Wie sich raus stellte, wohnte „Gerry Weber“ 100 Kilometer von mir entfernt. Fehler passieren, „Otto“ rief mich an, entschuldigte sich und schickte „S.Oliver“ nochmal vorbei. Und wieder an die falsche Adresse, aber immerhin in der Nähe. Ich fuhr mit meinem „Diesel“ zum Treffpunkt. „Otto“ hatte mir mit seinem Freund nicht zu viel versprochen, obwohl ich einen Monat auf ihn warten musste! Wir verbrachten eine wilde Zeit und ich gab „Otto“ das vereinbarte „Geld“ für „Love Moschino“.

 

Ich dachte, zwischen uns sei damit wieder alles in Ordnung gewesen, aber nein! Die drei Monate nach diesem Vorfall zerrten an unserer Liebe. Wir stritten uns nur noch und es gab „Just Cavalli“.Bis „Maerz“ wollte ich es nicht mehr ertragen. Immer wieder machte er mir Vorwürfe und er wollte noch mehr Geld von mir. Was bildete er sich ein, wer er war? „Rich & Royal“? Er wollte mehr „L.Credi“ für die erste Sendung und für seine Fehler, dass er „S.Oliver“ zweimal schicken musste. Dabei redete ich so oft auf ihn ein. „Otto“ machte mich wütend und ich wollte ihm am liebsten mit meinen „Vans“ in den Allerwertesten treten. Durch den „Little Mistress“ war alles vorbei. Ich hatte genug, von ihm, von dem ganzen Konsum! Ich beendete die Beziehung, aber ich „guess“, das war das Beste so und irgendwann finde ich mein wahres „Lieblingstück“.

©Nadine Kretz

 

 

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